Roter Tee

Roter Tee - chinesischer Pu-Erh Tee und die markante Tassenfarbe

Für chinesische Genießer ist roter Tee das, was in Europa als schwarzer Tee bezeichnet wird, während sie Pu- Erh als schwarzen Tee bezeichnen, da seine Tassenfarbe sehr dunkel ist.


Was ist Roter Tee?

Roter Tee bezeichnet die Produkte des Teestrauches (Camellia sinensis), die durch Oxidation, Trocknung, manchmal Fermentation und besonderer Herstellung nach dem Aufbrühen in weißen Porzellantassen eine dunkle Tassenfarbe zeigen.
Nach der Ernte zerkleinert man die Blätter durch Rollung (auch orthodoxes Verfahren) in verschiedene Feinheitsgrade oder bereitet diese im sogenannten “Crush, Tear, Curl” CTC-Verfahren durch Brechen, Reißen und Rollen noch feiner auf die Oxidation vor. Durch das Zerkleinern vergrößert man die Oberfläche und die Oxidation erfolgt schneller und intensiver.
Für Pu-Erh Tee werden die Blätter des Teestrauchs traditionell nach dem Rösten und Trocknen zu kleinen Küchlein gepresst, um sie auf die Fermentation bzw. Alterung vorzubereiten. Heute werden die Blätter häufig lose fermentiert und dabei immer wieder mit Wasser übergossen und gewendet.

Roter Tee: Sorten, Geschmäcker und Herkunft

Als typisches Aushängeschild des echten roten Tees gilt der Pu-Erh Tee. Die Spezialität erleichtert die Namensgebung, da schon die fermentierten und getrockneten Teeblätter eine dunkelbraune Färbung mit rötlichem Stich zeigen.
Pu-Erh Tee stammt ursprünglich aus der Yunnan-Provinz im Südwesten Chinas. Manche Pu-Erh Tees werden über mehrere Jahrzehnte gealtert.
Der Pu-Erh Tee aus China zeichnet sich zudem durch sein kräftiges, fast erdig anmutendes Aroma aus. Zudem ergibt er eine bestechende Tassenfarbe. In China ist der Tee nach einem deftigen Essen beliebt, da er die Verdauung unterstützt und dem Völlegefühl entgegenwirkt.
Es wird zudem zwischen fermentiertem und unfermentiertem Pu-Erh unterschieden. Wobei frischer oder roher Pu-Erh eine hellere Farbe hat. Nach etwa 30 Tagen der Fermentation nimmt der Tee langsam die markante dunkle Farbe an.
Auch andere Tees werden als roter Tee bezeichnet. Das gilt häufig für unechte Tees, also Teegetränke, die nicht aus Produkten des Teestrauches gewonnen wurden. Als roter Tee werden auf dem Markt rote Früchtetees, Eistees oder der dunkle Rooibos Tee bezeichnet. Vorsicht beim Teekauf: Echter roter Tee kommt aus China.

Tee Zubereitung

Gepresster roter Tee wird mit einer Teenadel zerkleinert, bevor er gebrüht werden kann. Dabei kommt es auch auf die richtige Art an, die Nadel zu halten. In China ist jeder Schritt der traditionellen Teezubereitung bis ins kleinste Detail durchgeplant. Die Zubereitung soll die heilende Wirkung des Tees verstärken - beim Pu-Erh beispielsweise die Heilwirkung auf das Herz und die Organe - um diese zu verstärken, lassen chinesische Teemeister das Wasser in einer kreisenden Bewegung in die Teegefäße fließen - gegen den Uhrzeigersinn.

Roten Tee kochen für Genießer
Wir zeigen Ihnen die einfache Zubereitung des roten Tees, um wie beim fermentierten Pu-Erh Tee das typische Aroma zu entfalten. Dafür benötigen Sie ein Teesieb, Teelöffel, Pu-Erh Tee, kochendes Wasser und etwa fünf Minuten Zeit für das Ziehen.

  1. Schritt: Teekanne und/oder Tassen mit heißem Wasser aufwärmen
  2. Schritt: 1 gehäuften Teelöffel (TL) Bio Pu-Erh Tee pro Tasse oder 1g / 15 ml
  3. Schritt: frisches (wenn möglich gefiltertes) Wasser auf 100 °C erhitzen, nicht überkochen, Wasser nur einmal kochen
  4. Schritt: ersten Aufguss bei etwa 30 Sekunden ansetzen - bei weiteren Aufgüssen die Zeit um etwa 20 Sekunden erhöhen.
  5. Schritt: Sie können roten Tee und auch Pu-Erh Tee bis zu fünf Minuten ziehen lassen, um das starke Aroma der Fermentation zu entfalten.
  6. Schritt: genießen
Durch die intensive Fermentation verzeiht Pu-Erh viele Fehler - beispielsweise zu langes Ziehen - er entwickelt kaum Bitterstoffe.

Roten Tee individuell verfeinern

Zucker in fermentierten Pu-Erh Tee zu schütten dürfte bei chinesischen Gastgebern für Entsetzen sorgen. Die feine Zubereitung des Pu-Erh von der Ernte bis zur Fermentation und Alterung und die Kunst der Teezeremonie sollen die Geschmacksnuancen des Tees optimal entfalten.
Anders als bei schwarzem Tee wird bei diesem Spezialtee also auf Milch, Rum oder Honig und Zucker verzichtet. Andere rote Tees wie der Rooibos können gesüßt auch als Eistee genossen werden.

Roter Tee und Gesundheit

Echter roter Tee und besonders Pu-Erh Tee wird in der chinesischen Tradition eine heilende Wirkung nachgesagt. Der positive Effekt soll die “Feuerelement-Organe”, also das Herz, den Herzbeutel und den Dünndarm stärken.
Wirkung roten Tees:
  • fördert Verdauung nach fettigem Essen
  • regt Leib und Seele nach Alkoholkonsum an
  • fördert Herz-Kreislauf
In der westlichen Welt ist Pu-Erh auch als Ergänzung für einige Diäten beliebt - die Wirksamkeit ist nicht belegt - von der Verwendung als Diät-Tee und dem Konsum von mehr als 3-4 Tassen pro Tag wird abgeraten - konsultieren Sie bei Vorerkrankungen den Arzt, wenn Sie regelmäßig Pu-Erh Tee, roten Tee oder schwarzen Tee trinken möchten.

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